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Laufband "analyse" zum Schuhkauf? Warum bei uns nicht ...

Herausgegeben von in Sonstiges ·
Tags: Laufbandanalyse
"Macht Ihr auch eine Laufbandanalyse zum Schuhkauf?" - zu Recht fragen unsere (Neu-)Kunden danach. Schliesslich will jeder den für ihn besten Schuh. Er soll passen, bequem sein, Spaß machen und gerne auch noch gut aussehen. In Punkt Nummer 1 verlasst Ihr Euch auf den Fachmann - danke dafür.
Warum machen wir aber als Fachleute keine Laufbandanalyse und ich verwende ganz bewusst nicht den Begriff "Laufstilanalyse"?
Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen einer Laufstilanalyse und der in vielen Laufshops durchgeführten Laufbandanalyse. Bei letzterer wird das Sprunggelenk gefilmt (ein Blickwinkel von hinten) und dann über Pronation, Überpronation und Supination oder Unterpronation entschieden. Man kann tatsächlich mit geschultem Auge einiges erkennen, was zur Beurteilung des Pronationsverlaufes auch wichtig ist. Kurze Anmerkung: Pronation gehört zum Laufen dazu und ist nichts anderes als eine biomechanische Bewegungskette im Dämpfungsverhalten des Körpers. Da es sich um eine Bewegungsabfolge handelt, ist es für die Beurteilung wichtig, wie der Fuß geführt wird (einwärts oder auswärts gedreht) oder wie er aufgesetzt wird (beim Fersenaufsatz ist der Pronationsweg natürlich verlängert). Aber schon das ist mit dem einseitigen Blickwinkel von hinten schwierig.
Tatsächlich lässt sich das aber auch mit blossem Auge gut erkennen. Daher laufen wir gerne vor dem Laden ein paar Schritte hinter euch her, mit Blick auf die Sprunggelenke. Der Unterschied zur Laufbandanalyse - wir können es Euch nicht in Zeitlupe am Bildschirm zeigen.


laufSinn goes Ohmm... ??

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: ohmommoriginalmountainmarathon


Genau so wollen wir es

Herausgegeben von in Sonstiges ·
Tags: LadenlaufsinnAlternativen

Wir bieten Alternativen zu den Global-Playern... Das war von Anfang an klar und auch erklärtes Ziel. Wir wollten nur Produkte, von denen wir auch überzeugt sind und die wir im besten Fall auch selber laufen und testen konnten. Gerade die kleinen Firmen bieten da einfach viel zum entdecken und letztendlich picken wir auch bei diesen Herstellern uns immer nur die Rosinen raus. Im Zweifel entscheiden wir uns somit gegen bessere Einkaufskonditionen und nehmen eben unter Umständen auch nur ein Modell, wenn wir es einzigartig finden. Das ist dann zwar wirtschaftlich nicht so schlau, aber wir gehen keinen Kompromiss bei der Auswahl ein.
Wie sehr wir unser Konzept dadurch auf die Spitze treiben und so zu einem einzigartigen oder zumindest sehr speziellen Laden werden, erkennen wir im vollen Ausmaß erst in letzter Zeit. Je mehr Kunden aus der Münchner Gegend, aus Stuttgart oder der Schweiz bei uns vorbeischauen und versichern, bei ihnen gäbe es sowas nicht und je öfter uns Aussendienstler auf die Einzigartigkeit unseres Ladens ansprechen, desto mehr reift die Erkenntnis dafür. Und wir finden es toll. Es ist genau so ein Laden, wie wir es immer wollten.
Aber ohne Euch gäbe es das nicht. Ohne treue Läufer, die sich auch jenseits des Mainstreams umschauen wollen und offen auf oft noch unbekannte und meist unterschätzte Marken zugehen, einfach was Neues wagen oder schlicht unsere Begeisterung für durchdachte und ausgefeilte Produkte teilen. Danke an Euch, vielen Dank dafür, dass Ihr unsere Leidenschaft teilt.
auch erklärtes Ziel. Wir wollten nur Produkte, von denen wir auch überzeugt sind und die wir im besten Fall auch selber laufen und testen konnten. Gerade die kleinen Firmen bieten da einfach viel zum entdecken und letztendlich picken wir auch bei diesen Herstellern uns immer nur die Rosinen raus. Im Zweifel entscheiden wir uns somit gegen bessere Einkaufskonditionen und nehmen eben unter Umständen auch nur ein Modell, wenn wir es einzigartig finden. Das ist dann zwar wirtschaftlich nicht so schlau, aber wir gehen keinen Kompromiss bei der Auswahl ein.
Wie sehr wir unser Konzept dadurch auf die Spitze treiben und so zu einem einzigartigen oder zumindest sehr speziellen Laden werden, erkennen wir im vollen Ausmaß erst in letzter Zeit. Je mehr Kunden aus der Münchner Gegend, aus Stuttgart oder der Schweiz bei uns vorbeischauen und versichern, bei ihnen gäbe es sowas nicht und je öfter uns Aussendienstler auf die Einzigartigkeit unseres Ladens ansprechen, desto mehr reift die Erkenntnis dafür. Und wir finden es toll. Es ist genau so ein Laden, wie wir es immer wollten.
Aber ohne Euch gäbe es das nicht. Ohne treue Läufer, die sich auch jenseits des Mainstreams umschauen wollen und offen auf oft noch unbekannte und meist unterschätzte Marken zugehen, einfach was Neues wagen oder schlicht unsere Begeisterung für durchdachte und ausgefeilte Produkte teilen. Danke an Euch, vielen Dank dafür, dass Ihr unsere Leidenschaft teilt.



Traillauf mit Hindernissen oder Hindernislauf mit anspruchsvoller Laufstrecke?

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: xtremebattleOCRHeroldstatt

X-treme-battle 2015
Ein wirklich gelungener Laufabend. Vielen Dank an Florian Beinlich und das restliche Orga- und Helferteam vom x-treme-battle.


Wir kommen etwas knapp zum Start. Zum Glück hatten wir am Vorabend schon für's gesamte Team die Startnummern abgeholt, sodass wir nur noch aus dem Auto raus springen und direkt zur Startlinie mussten. Gleich der nächste Heat war schon unserer!
Perfekte Startwellen. Alle 2 Minuten 20 Leute rauszuschicken, reicht um an allen Hindernissen Staus zu vermeiden.
Erst mal etwas einlaufen, bevor es gemächlich mit einem Palettenstapel und einer Strohpyramide losgeht. Leider ist es sehr heiß, nicht so mein Ding.... Wieder eine etwas längere Laufstrecke und wir dürfen über Schrottautos klettern – die waren letzes Jahr noch nicht da – danach geht es zäh über Stoppelwiesen bergauf. Zumindest dachten wir das. Irgendwann kommt von hinten ein Mountainbiker und pfeifft uns zurück. Anscheinend haben wir eine Abzweigung verpasst. Also wieder zurück zur Strecke und die gleichen Gruppen wieder vor uns. Grr.. Unterm Weidezaun (Strom!)
durchrobben. Schön - das ist diesmal machbar, letztes Jahr waren wir klatschnass und der Zaun extrem niedrig, sodass ich mehrer Schläge abbekam. Die Jungs vom x-treme-battle haben sich die wenigen Kritikpunkte vom letzten Jahr sehr zu Herzen genommen und super verbessert.
Die super trailige und anspruchsvolle Laufstrecke macht einfach Spaß und als endlich Wasser auf uns zu kommt, sind wir glücklich. Direkt nach der ersten Getränkestation bei der Sontheimer Höhle geht’s in ein Tauchbecken. Erwünschter konnte das nicht sein. Erfrischt und endlich wieder normal temperiert geht’s dann ab in den Wald. Steil runter und wieder rauf, was einfach nur Spaß macht – abgesehen von der Puste, die dann doch schon knapp wird. Und um einen draufzusetzen, gibt es oben
gleich mehrfach Strohhindernisse zu überklettern. Na danke!  
Das bekannte Schlammloch vom letzten Jahr. Leider keine Chance auf eine Arschbombe, da das Loch bereits besetzt ist, also einfach gesittet durch. Wieder etwas laufen. Mittlerweile ist die Temperatur aber nicht mehr so streng und die nassen Shirts kühlen ausreichen.  
Das nächste neue Hindernis. Eine Holzwand. Die ist perfekt. Zu hoch um sie einfach zu nehmen, aber doch allein schaffbar. Nach robben durch Schaum kommt ein Kipplaster der erklettert werden will, in der Mulde dann über groben Schotter robben – ok, so langsam wird es anstrengend. Aber Flo setzt noch einen drauf. Gleich danach kommt krabbeln auf einem Feinschotterweg. 2/3 der Strecke schaffe ich recht zügig im Spinnengang, den Rest muß ich dann doch auf alle Viere, was den Knien nicht so gefällt, aber die Arme sind durch.
Die Wasserschütte zum durchtauchen kennen wir schon vom letzten Jahr. Einfach schön.

Nur warum sieht das Dreckwasser aus, als ob es direkt aus der benachbarten Kläranlage kommt? Auf dem Weiterweg schnorren wir noch bei einer Zuschauergruppe ein Becher Bier. Das zieht rein...
Der übliche Autoreifenhaufen und dann geht’s auch schon Richtung Sportplatz.
Die Traktorreifen sind gut gelöst, da hatte es sich letztes Jahr noch kurz gestaut, diesmal alles problemlos. Am Sportplatz müssen wir noch einmal komplett aussenrum. Ein Container voller Dreck will durchquert und eine Kabeltrommel überstiegen werden, dann noch ein fieses in Frischhaltefolie verpacktes Ballenhinderniss. Ohne genügend Anlauf ist das leider nicht zu machen. Das Ding ist einfach viel zu rutschig. Und gleich danach eine Wand. Wir stehen erst mal davor und überlegen, wie wir da hochkommen können und entscheiden uns dann für die Teamvariante (Hühnerleiter, Ziehen und Schieben). Fehlt nur noch die Schlußbadewanne und schon ist es vorbei.

Fazit:
Ein mit viel Herzblut und Liebe zum Detail organisierter Traillauf mit Hindernissen oder doch ein Hindernislauf mit anspruchsvoller Laufstrecke?
Egal - so hat er für beide Gruppen genügend Herausforderungen zu bieten. Perfekt auch das Bier im Ziel! Wir kommen bestimmt wieder.


Ausrüstung: mittlerweile perfektioniert. Schuh: Inov-8 X-talon – immer perfekter Gripp, ob Matsch  
oder Trail und an den Hindernissen auch. Hose: enganliegende ¾ Tight. Brille: Julbo Pipeline sitzt  
auch nach 2 Tauchgängen und 1* Schwimmen noch perfekt. Handschuhe: einfache  
Fahrradhandschuhe – sehr zu empfehlen.

zum Video: inside x-treme-battle 2015




Hart, härter ... Lamer Winkel

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: UltraTrailLamerWinkel

UTLW Ultra Trail Lamer Winkel

„Ein neuer Stern am Trailhimmel“ - das klingt gewaltig nach Superlativ, aber was am letzten Mai-Wochenende dieses Jahr im Bayrischen Wald stattfand, war wirklich super. Trails über Trails, wenig Forststrassen oder Waldautobahnen und noch viel weniger Asphalt. Eine tolle Organisation und eine ganze Region, die ihren Lauf mit Herzblut, Charme und Begeisterung unterstützt hat.

Schnell ausverkauft dank limitierten Startplätzen war es schon fast eine Ehre, diese Erstveranstaltung miterleben zu dürfen. Verbesserungsfähig ? Wenig, sehr wenig. Nicht einmal das Wetter – die Stimmung an der Strecke war sensationell, mystisch, besonders. Wir haben wenig gesehen von den viel gerühmten Panoramablicken, aber das hat nicht gestört.

Die Fahrt in den Bayrischen Wald ist von Ulm aus lang. Die letzten Kilometer ziehen sich durch eine waldige, hügelige Landschaft, die schon erahnen lässt, wie sich die 2700 Höhenmeter am nächsten Tag zusammensetzen werden. Schon weit vor dem Lamer Winkel lacht der Dynafit-Leopard (Dynafit ist Hauptsponsor) von großen Bannern und weist auf den neuen Ultratrail in der Region hin.

Wir beziehen Quartier in Lam, dem Zielort des Laufes. Die Ferienwohnung wird von der Mutter eines der Organisatoren betrieben – witzig, so kommen wir in den Genuß einiger „extra“ Infos rund um den Lauf. Ein herzlicher Empfang und eine Einladung zum sonntäglichen AfterRace-Frühstück. Auf dem Weg zur Startnummernausgabe und Briefing in Arrach, wo der Start sein wird, stoppen wir noch beim örtlichen Edeka. Die Kohlenhydratversorgung vor so einem Rennen will gesichert sein ;-)


Im Seepark in Arrach wehen die Banner von Dynafit, Sziols und Leki über dem bunten Haufen an Läufern. Viele bekannte Gesichter, es scheint fast, die ganze Trailläufergemeinde der Republik hat sich hier eingefunden.
Das Briefing : die drei Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Arrach, Lohberg und Lam sind voller Elan und Begeisterung bei der Vorstellung des Laufes dabei. Es zeigt sich nicht zum ersten und erst recht nicht zum letzten Mal, wie sehr sich die ganze Region hinter dieses neue Event stellt.
Der Wetterbericht: Schwamm drüber, es kam alles ganz anders.

Abendessen in Lam, Hopfenschorle zur Füllung der Kohlenhydratspeicher und ab ins Bett. Morgen wird ein längerer Tag: 53Km und die schon erwähnten 2700 Höhenmeter.

Das Wetter am nächsten Morgen sieht nett aus. Der Blick aus dem Küchenfenster Richtung Arber zeigt einen weiss-blauen Himmel. Schön. Der Blick aus dem anderen Zimmer in die Gegenrichtung dagegen … LangarmShirt oder noch ein Funktionsunterhemd ? Die Handschuhe waren jetzt doch nicht in der Liste der Pflichtausrüstung. Aber die Regenjacke. Blick nach vorne: nicht nötig, Blick nach hinten: ja, einpacken. Im Endeffekt entscheide ich mich für die leichtere, eher nur wasserabweisende Windjacke und vergesse dummerweise die Langarmshirts komplett. Sehr dummer Fehler ….
Kurze Fahrt nach Arrach zum Start. Alles sehr entspannt. Die Läufer müssen erst aufgefordert werden, doch ihre Ausrüstung kontrollieren zu lassen und in den Startbereich zu gehen. Der Start selbst erfolgt neutralisiert – ob mit Absicht oder nicht, aber die örtliche Blaskapelle geht die ersten Meter voran. Gut so, denn zuerst erfolgt eine Runde um den kleinen See. Ohne das Einbremsen wären die ersten wahrscheinlich mit ihrem harten Tempo hinten wieder in die Meute reingelaufen.

Die ersten Kilometer verlaufen flach im Talgrund auf kleinen Wiesenpfaden. Trails vom ersten Meter an. Es sind auch 71% Trails versprochen. Erster CutOff bei km9 nach eineinhalb Stunden an der VP1. Klingt gemütlich, aber tatsächlich ist die Strecke von Anfang an anspruchsvoll genug um unötiges Trödeln nicht zu zu lassen. Jeder im Feld wird diese erste Hürde meistern, aber nicht jeder mit einem großen Puffer. Die Versorgungsstationen sind übrigens so reichhaltig bestückt, dass auf die Auswahl von Powerbar getrost verzichtet werden kann.
Nach der VP1 laufen, gehen und wandern wir über herrliche Trails. Waldwege, Wurzeln, Steine, ein paar umgestürzte Bäume, Heidelbeerurwald. Immer wieder Zuschauer mitten im Wald, mitten im Anstieg, noch nach Stunden begeistert applaudierend, einige auch mit Kuhglocken bewaffnet.

Mühlriegel, Ödriegel, Schwarzeck, Enzian – ein kleiner Gipfel nach dem anderen über der 1000m-Marke. Wir laufen auf dem Goldsteig über wunderbare Singletrails. Der Wind nimmt zu und irgendwann fallen die ersten Tropfen. Alles halb so wild. Dann wechselt der Regen kurz zu Hagel, der Wind nimmt weiter zu. Der Weg verlässt den Wald und wir laufen relativ frei auf dem Höhenzug. Der dumme Fehler … Zeltplaneneffekt bei meiner dünnen Jacke: der Wind drückt sie an die Haut und im Nu ist die Nässe durch. Wir laufen im Nebel und den Wolken und ich kühle mehr und mehr aus. Ein höheres Tempo, um warm zu bleiben, kann ich nicht gehen. Mittlerweile sind wir gut über 3 Stunden unterwegs und haben gerade mal 20km geschafft. Die Nässe und Kälte zehrt an meiner Psyche. Wie soll ich so 53km schaffen ? Ausstieg an der VP2 am Großen Arber ? Andreas rettet mich, indem er mir seine Regenjacke überlässt. Er behauptet, ihm würde das Langarmshirt so reichen (das, welches ich vergessen habe). Kurz danach fängt es an zu schütten und ich bekomme ein ordentlich schlechtes Gewissen. Wir versuchen, so schnell wie möglich über den weiteren Höhenzug zu kommen: Enzian und Kleiner Arber. Dort stehen doch tatsächlich Helfer mitten im Regen und Wind, kontrollieren („330 jetzt am Kleinen Arber“) und lächeln, motivieren und feuern an.

Die letzten Meter Anstieg zum Großen Arber verlaufen wieder auf Forststrassen. Der Gipfel ist kaum zu sehen, Kreuz und die Kuppeln der Abhörstation verschwinden fast in den Wolken. Immerhin hat es aufgehört zu regnen und durch den leichten Anstieg wird mir wieder warm. Doch weitermachen ? Kurz unter dem höchsten Punkt das Arberhaus und die VP2. Wieder bestens bestückt. Hier aussteigen ? Mit der Gondel runterfahren ? Offiziell ist hier nichts. Wieviele Läufer mit denselben Gedanken haderten, habe ich später erfahren. Nur wenige sind tatsächlich raus und für die wurde ein Transport improvisiert. Ich selbst finde mich mit Käse, Biskuittörtchen und einer Handvoll gesalzener Cherrytomaten schon beim Abstieg wieder. Es geht steil bergab, Forststrassen durch das Skigebiet, sehr steil. 700 Höhenmeter wollen vernichtet werden. Kurz vor Brennes schallt laute Musik durch die dünner werdenden Wolken: ACDC aus privaten Lautsprechern. Big Party am Streckenrand – und schon wieder versprüht diese Region gute Laune und Motivation. Super. Der Schotterweg geht in einen Waldweg über, der immer weiter Richtung Ebensäge bergab führt. Wir lassen es laufen. Geht super und warm wird mir auch wieder. Meine eigene, nasse Jacke nehme ich aus dem Rucksack und lasse sie im Wind etwas trocken pusten. Ebensäge – zwei Häuser, irgendwo zwei Menschen, sonst nichts. Es geht wieder bergauf, Wandermodus. Die VP3 in Scheiben und damit der zweite CutOff kommen näher. Weit vor dem Zeitlimit passieren wir die Versorgung. Käse, Tomaten, Biskuit und weiter. Ich habe mittlerweile wieder meine eigene Jacke an, der Regen hat endgültig aufgehört und Richtung Tal gibt es sogar das eine oder andere Wolkenloch. Zum Zwercheck hoch ist die Sicht wieder gleich Null. Der Aufstieg ist zäh: Wurzeln, Steine, steile Stufen, der Weg zieht sich recht direkt im Wald nach oben. Dann stehen wir an der tschechischen Grenze und schlängeln uns für knappe 2 Kilometer auf dem Höhenzug zwischen den Grenzpfosten durch. Der Weg ist extrem verblockt und selbst mit nicht so müden Beinen wäre es hier nur schwer zu laufen.

Dann wird’s bergab matschig, schlammig, rutschig. Der Bergwald spuckt uns nach kurzer Zeit auf einer Forststrasse aus, die sich gefühlt ewig auf halber Höhe dahinzieht. Oben am Kamm brütet der Auerhahn und der Naturschutz hat die Nutzung des oberen Weges untersagt. Völlig okay, mal kurz eine Waldautobahnen ist erholsam und wir können endlich etwas Strecke machen. Es stehen noch mehr als 10 Kilometer auf dem Plan. Mitten im Rollen scharf rechts und es geht wieder steil bergauf zum Osser. Unzählige Steinstufen, vorbei an Motivationsschildern („man muss kein Idiot sein, um diesen Trail zu laufen, aber es hilft ungemein“) und zuletzt über einen schmalen, drahtseilversicherten, alpinen Pfad und wir stehen am Osser. Am Osserhaus kurz unterhalb des Gipfels die VP4. Auch hier lachende, flachsende Helfer. Alkoholfreies Bier, Cola, Tomaten und vieles mehr. Kurz gestärkt und von nun ab soll es bergab gehen. Doch da ist noch der Kleine Osser am Wegesrand ! Mit einem kurzen giftigen Gegenanstieg nehmen wir den auch noch mit. Der Abstieg hat es in sich und kommt fast einer kleinen Kletterei an (zumindest mit den müden Beinen). Auf der Osserwiese der Blick ins Tal und nach Lam. Ziel in Sichtweite. Tatsächlich sind es noch 7 Kilometer Downhill … und so recht rund läuft's nicht mehr. Am Bergkirchl beginnt das Schlußschmankerl: der Holy Trail. Ein schmaler Pfad durch die Heidelbeerbüsche, sanft fallend. Ein Traum. Den müsste man mal ausgeruht laufen ! Mittlerweile hat sich die Sonne durchgesetzt: eine Sommerwiese, ein kleines Waldstück und schon stehen wir an den ersten Häusern von Lam. Kurz durch den Ort, links auf den Marktplatz und dort erwartet uns schon der rote Teppich und das Zieltor. 9 Stunden 4 Minuten …. ufff. Aber was für ein genialer Lauf ! Übrigens: die erste Finishermedaille, die ich gerne angenommen habe ;-) … Drexler's Trailwasser. Lecker.

Der Sieger Matthias Baur hat 5:07 gebraucht, der letzte Läufer kommt kurz vor Zielschluß nach 10:44 rein. Etwa 15 Läufer sind ausgestiegen, es gab trotz der schwierigen Strecke keine Verletzungen. „Neuer Stern am Trailhimmel“ ? Ja !!!!




Schuhtechnik beim Kauf weniger wichtig als Komfort

Herausgegeben von in Schuhe ·
Tags: SchuheSchuhkaufPronationBequemlichkeit

Laufschuhe müssen in erster Linie bequem sein!
Aktuelle Studien lassen die gängige Praxis der "Pronationsbeurteilung" als alleiniges Kaufkriterium verblassen. Egal welche Technik im Schuh steckt, sie wird nur dann helfen Verletzungen zu vermeiden, wenn sich der Schuh auch bequem anfühlt und nicht das natürliche, fußeigene Bewegungsmuster behindert.

Das Video von Dr. Kevin Maggs D.C. bringt den Schuhkauf auf den Punkt: was nützt es den Winkel beim Fersenaufsatz am Schuh zu betrachten, wenn ich nicht weiss, was der Fuß im Schuh macht ? Oft ist es nur der Schuh, der überproniert, aber nicht der Läufer.
Regeln zum Schuhkauf: der Schuh sollte sich angenehm laufen ! Ansonsten als Einsteiger Finger weg von den Extremen (Minimalisten und Maxidämpfung) und orthopädischen Einlagen. Außerdem am besten mehrere verschiedene Modelle abwechseln.

zum Video

Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Heft 4/2015 Dossier
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/content/archiv2015/Heft_4/DZSM_2015-04_WEB_Dossier_S04-12.pdf
und https://vimeo.com/126720173



allgäuman 2015

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: AllgäumanOCRHindernisrennenForggenseeMudrace

Der Morgen beginnt etwas arg laut. Im recht engen Frühstücksraum des Hostels ist schon eine Horde Tschechen, die sich lautstark unterhalten. Ich hingegen bin nach den zwei Bier gestern Abend noch sehr müde und träge. Jede Menge Kaffe und Saft müssen das jetzt richten.
 
Ein kurzern Fußweg zum Forggensee und dann heisst es den laufSinn Stand aufzubauen. Wir sind kaum fertig, da werden auch schon die ersten der reservierten X-Talons abgeholt. Von unseren 12 Paar aus dem Testpool werden 11 im Einsatz sein!


Nach und nach treffen unsere Teammitglieder ein und der Start rückt näher. Barbara bewacht den Stand, während ich mit laufen darf. Ich zieh mich kurz um und mach mich bereit. Kann meinen Chip nicht finden, aber jetzt ist keine Zeit mehr einen neuen zu organisieren. Wir stehen zu fünft am Start. Von den Startgruppen habe ich nicht so recht mitbekommen. Starten jetzt die ersten 50 oder 100 Startnummern? Egal wir stellen uns einfach mit dazu, haben eh ganz fühe Nummern. Dann läuft der Pulk vor uns plötzlich los. Wir schliessen uns an.
Nach ca. 100 Metern ist bereits das erste Hinderniss. Aus Absperrgittern sind sehr schmale Gassen gebildet, ähnlich den Viehscheiden beim Alpabtrieb. Etwas zu früh, dadurch staut es sich auch schon gleich - dafür werden wir publikumswirksam abgespritzt.. Weiter geht es in den abgelassenen Forggensee. Zuerst eher kiesig, dann geht es über die vorgelagerten Inselchen durch Gestrüpp und wieder Richtung Ufer. Von dort kommen schon Jubelschrei drs Zuschauer. Was wartet da wohl auf uns? Ok. Der Weg wird von Klausen versperrt, die versuchen die Läufer seitwärts in Wassergräben zu schiebn. Boris versucht das ganze zu Umgehen und weicht von allein in den Graben aus - unterschätzt dabei aber die Tiefe. Vollbad - zur Freude der Zuschauer. Mich erwischt es auch fast, komme aber mit einem nassen Schuh durch. Danach geht es erst mal weiter in den See. Ein paar auf und abs gefolgt von einer Durchquerung eines Zuflusses. Ziemlich kaltes Wasser mit Strömung. Ab jetzt sind die Schuhe komplett naß. Auch recht. Es folgt eine Mischung aus Kies und Matsch. Immer wieder sind kleine Wälle zu erklimmen. Danach kommt ein etwas überflüssiges Stück - wir laufen insgesamt 4 mal die gleiche Strecke hin- und her, wie bei der Warteschlange am Flughafen.... Naja. Nach einem weiteren Schlammsee gehts wieder Richtung Ufer, andem die Spritzen der Feuerwehr für ein richtig tiefes Geläuf sorgen, wer Pech hat, den erwischt die Spritze auch noch mit voller Breitseite.


Jetzt laufen wir auf dem Radweg nach Füssen rein. Ein paar Reifen sind zu überqueren (das ist etwas halbherzig, da könnte man deutlich mehr hinlegen), ein Betonklotz zu übersteigen, Betonröhren zu durchrobben (auch die Sequenz könnte ein paar Röhren mehr vertragen) eine Holzwand zu überklettern und zuletzt noch eine Monkeybar zu überwinden. Alternativ können jeweils 10 Liegestütze als Strafe abgeleistet werden.


Dann gibt es ein ganzes Stück zu laufen. Böschungen rauf und runter über eine Parkbank und unter einer, als kleine Hindernisse bevor wir zu einem weiteren Highlight kommen. Wir dürfen durch ein Randstück des Lechs waaten. Das Wasser ist da gut Bachnabel hoch und dank Schmelzwasser ziemlich frisch. Puh. Danach geht es den Kalvarienberg ziemlich direkt hoch zum Wendepunkt. Auf dem Rückweg wartet eine Sprungeinlage (Glocke am Baum) auf uns und wieder etwas anstrengender der Transport von einem ordentlichen Holzstück den Hügel hoch und runter, eine improvisierte Rutsche und Nähzeug!

Tolle Idee: es gillt einen Faden in eine Nähnadel einzufädeln.... Ich bin dann mal wieder bei den Liegestützen... Es scheint den Weg wieder zurück zu gehen. Wieder durch den Lech, diesmal bin ich zu unvorsichtig und lande fast Bauchlings im Eiswasser. Ging gerade noch mal gut... und zurück auf dem Radweg. Mir ist nicht so recht klar wie's weitergeht und ich frage meine Mitläufer, aber so recht weiss keiner Bescheid, ob wir jetzt nur zurücklaufen, oder noch mal durch den Forggensee dürfen... Jetzt kommen erstmal die bereits bekannten Hindernisse. Beim Abgang von der Holzwand geht es sehr zügig. Alles naß und so finde ich an dem Hanfseil keinen rechten Halt mehr und rausche direkt runter - alles im Lot, aber war nicht so geplant. Wundere mich aber, das das Hindernis direkt auf Asphalt steht - ohne Matte oder Stroh als Sturzschutz...

Und es geht tatsächlich noch mal durch den See. Auch recht. Laufen ist für mich heute kein Problem und so kann ich noch ein paar Leute aufsammeln. Der Matsch ist mittlerweile aufgewühlter und tiefer, das macht das Ganze noch mal ordentlich anstrengender als am Hinweg... Die Klausen sind nicht mehr da, dafür werden wir am schmalen Durchlass aus allen Richtungen von der Feuerwehr abgespritzt - da bleibt wirklich nichts trocken!

Fazit: das hat riesig viel Spaß gemacht. Ein paar Dinge können in der zweiten Ausgabe verbessert werden (Autoreifen, Röhren, keine mehrfach zick-zack Strecken, bessere Ausschilderung des Eventgeländes, zügigere Startnummerausgabe) Der See als Haupthindernis ist einPfund ! Viel Natur und bestes Panorama. Einfach Spitze.  
 



Leistungstests - ein Überblick

Herausgegeben von in training ·
Tags: LaktattestConconiSpiroergomnetrie

Leistungstests – Sinn oder Unsinn ?
Lassen Sie Ihren "Motor inspizieren".
Für Autobesitzer ist es Routine. Sie bringen ihr geliebtes Fahrzeug regelmäßig zu TÜV und Abgasuntersuchung. Der Motor soll ja „rund“, kraftvoll aber nicht heiß laufen. Wie steht es aber mit unserem eigenen inneren „Motor“? Über- und Unterforderung im Training bringen statt dem gewünschten Erfolg nur Demotivation, Erschöpfung oder ein angegriffenes Immunsystem. Leider lassen die Wenigsten von uns ihren körpereigenen „Motor“ checken oder „einstellen“, bevor eine sportliche Belastung ansteht. Doch genau wie beim Auto spielt auch beim Menschen die Verbrennungsleistung der Motoren eine entscheidende Rolle für die individuelle Leistungsfähigkeit.
Während einer ruhigen Laufeinheit, also im Grundlagenbereich, gewinnt der Körper den Großteil der benötigten Energie aus der Fettverbrennung. Dazu braucht er allerdings Zeit und genügend Sauerstoff. Dieser Energiespeicher ist gross und viele lange Läufe können ohne weitere Nahrungszufuhr in diesem Bereich absolviert werden. Bei steigender Belastung wird beides, Zeit und Sauerstoff, knapper. Der Körper schaltet zunehmend auf die Verbrennung von Kohlenhydraten um. Dieser Speicher ist allerdings limitiert und ohne Zufuhr oft innerhalb einer Stunde leer.
Das richtige Verhältnis der beiden Energieträger Fette und Kohlenhydrate während der Verbrennung ermöglicht es uns, Leistung ausdauernd zu erbringen. Trainingsziel sollte sein, den Körper daran zu gewöhnen, lange aus dem grossen Vorrat der Fette schöpfen zu können. Nur mit diesem stabilen Fundament lassen sich intensive Läufe in höherem Tempo gut und erfolgreich auf längere Zeit absolvieren.  Wenn wir also wissen, wann unser eigener Körper welchen Energieträger nutzt, können wir unsere Ausdauerleistung optimal trainieren.
Jedes Training wird nur dann richtig effektiv sein, wenn es richtig gestaltet wird. Zumal die meisten Läufer leider zu schnell laufen und sich dadurch schon im Training oft auspowern, statt eine stabile Form aufzubauen. Nur wo liegen die optimalen Bereiche für Herzfrequenz ? In welchem Tempo kann und soll ich laufen ? Faustregeln helfen nur wenig. Die altbekannte Formel 220-Lebensalter trifft auf die wenigsten zu. Die andere Regel, dass der, der sich während des Laufens noch unterhalten kann, richtig läuft, stimmt. Nur ist diese Form des Trainings zwar kommunikativ, trägt aber nicht unbedingt zur Weiterentwicklung bei.
Hier machen die Leistungstests richtig Sinn. Nur welcher ist der richtige ?

Der Laktattest
Zur Zeit sicherlich der meistverbreitete und bekannteste Test zur Trainingsgestaltung. Zumeist auf dem Laufband wird während einer stufenförmig ansteigender Belastung das jeweilige Laktat bestimmt. Laktat fällt als Stoffwechselprodukt bei steigender Belastung und erhöhter Verbrennung der Kohlenhydrate vermehrt an. Daraus wird nach verschiedenen Modellen eine Laktatschwelle bestimmt, die als Anhaltspunkt für die Einteilung in bestimmte Belastungsbereiche dient. Im Spiegel-Online gab es einen interessanten Artikel zu dem Thema „Laktattest“: „Stoffwechsel beim Sport: Der Irrglaube vom schädlichen Laktat“ (von Ansgar Mertin). Die oft zitierte Laktatschwelle von 4mmol/l ist demnach kaum aussagekräftig. Der Pionier der Laktattests Alois Mader hat diesen Wert 1976 als Durchschnittswert festgelegt bei individuellen Schwankungen zwischen 2 bis 6mmol/l.
Häufig reichen die üblichen drei Minuten pro Belastungsstufe auch nicht aus, um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten. Ein vernünftiges Testdesign wäre wesentlich zeitintensiver. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine oft angewendete Methoden zur Trainingssteuerung und wird oft angeboten. Ein guter Laktatdiagnostiker kann mit den gewonnen Werten auch verünftige Empfehlungen aussprechen. Wer bisher mit dieser Art von Test zufrieden ist, wird viele Angebote finden.

Die Spiroergometrie
Dieser Test gilt als Goldstandard. Dabei wird die Belastung stufenförmig oder kontinuierlich (beim Rampentest) gesteigert undd dabei die Atemluft unter der steigenden Belastung analysiert. Anders als über die Bestimmung eines Produktes im Blut werden hier über die Zusammensetzung der Atemluft und über das Verhältnis von CO 2  (Kohlendioxid) zu O 2  (Sauerstoff) Aussagen zur vorliegenden Stoffwechsellage getroffen. Der Respiratorische Quotient bezeichnet das Verhältnis von CO 2  zu O 2  in der ausgeatmeten Luft und verändert sich je nach hauptsächlicher Verbrennung von Fetten oder Kohlenhydraten zur Energiegewinnung bei Belastung.
Die klassische Spiroergometrie wird unter ständiger Beobachtung der Atemluft durchgeführt, d.h. der Sportler trägt während der gesamten Untersuchung eine Maske. Manche Systeme ermöglichen dabei die sogenannte „breath-by-breath“-Analyse, bei der Messvariablen für jeden einzelnen Atemzyklus bestimmt werden können. Die Anzahl und Fülle der Werte, die gewonnen werden, sind häufig für den praktischen Gebrauch in der Betreuung vor allem von Freizeit- und Breitensportlern zu viel. Aufgrund des sehr hohen apparativen Aufwandes hat sich diese Methode vorrangig in Ausdauerdisziplinen im Spitzensport durchgesetzt. Neue apparative Entwicklungen allerdings ermöglichen einen breiteren Einsatz.

Aeroscan
Hierbei handelt es sich um eine Art Spiroergometrie „light“. Die Firma Aerolution hat ein Gerät entwickelt, dass eine Ermittlung des Respiratorischen Quotienten ohne den apparativen Aufwand der klassischen Spiroergometrie ermöglicht. Während einer ansteigenden Belastung erfolgt jeweils nur zum Ende der Stufe eine Analyse der Atemgase. Die Ergebnisse sind wie die der Spiroergometrie individuell, nicht so umfassend, aber dafür leichter auszuwerten.


Conconi-Test

Bei dieser Testform laufen oder radeln die Probanden in stetiger Steigerung bis die Belastungsgrenze erreicht ist. Parallel dazu wird die Herzfrequenz bestimmt. Die Auswertung erfolgt aus dem Verhältnis der erreichten Geschwindigkeit zur Herzfrequenz. Wenn keine lineare Beziehung mehr zu erkennen ist, gilt der sogenannte Deflexionspunkt und damit die anaerobe Schwelle (entsprechend der Laktatschwelle aus der Laktatdiagnostik) als erreicht. Anhand des Schwellenwertes können Aussagen zu Trainingsbereichen getroffen werden. Der Test ist einfach durchzuführen, gilt aber nur als bedingt tauglich.



Mikronährstoffe - was steckt dahinter?

Herausgegeben von in Ernährung ·
Tags: daily healthMikronährstoffeVitamine

Brauchen Sportler eine Extra Portion Mikronährstoffe und Vitamine? Eigentlich sollten wir bei ausgewogener und gesunder Mischkost, die nicht nur bio sondern auch regional und frisch produziert wird, alles nötige zu uns nehmen. Nur - wer weiss schon immer was er ist? Und der Burger zwischen durch? Wenn man Firmen wie "My Daily Health" glauben darf, sind "83,6 % der Deutschen mit Vitaminen unterversorgt"....
Wie auch immer. Im Selbsttest habe ich im Herbst die "tägliche Portion Gesundheit" bestellt. Zuerst wird mittels Fragebogen die sportliche Aktivität, Gesundheit, Gewohnheiten, usw. abgefragt. 2 Wochen später kam dann das erste Monatspacket, bestehend aus 1 Getränkeampulle pro Tag und individuell zusammengestellten Nahrungsergänzungen. Barbara hat tatsächlich andere bekommen. So weit, so gut.
Was soll ich sagen: ich bin ohne Krankheiten über den Winter gekommen. Trotz Afrikaaufenthalt mitten im Winter und derber Grippewelle und Stress hier. Ob mann das jetzt eindeutig auf die Nahrungsergänzung zurückführen kann? Schwer zu sagen, das kann natürlich alles nur Einbildung sein, wer weiss... Aber gut fühle ich mich jedenfalls.
Wer mehr wissen will, einfach auf das Bild klicken.



Laufen und Abnehmen

Herausgegeben von in Ernährung ·

Viele, die laufen, tun dies auch, um abzunehmen. Dabei hält sich die Mär der reinen Fettverbrennung hartnäckig. Tatsächlich verbrennt unser Körper zur Energiegewinnung immer ein Gemisch aus Kohlenhydraten und Fetten, je nach Belastungsintensität in unterschiedlicher Zusammensetzung. Reine fettverbrennung kommt überhaupt nur dann in Frage, wenn der Körper keine Kohlenhydrate mehr zur Verfügung hat (sogenannte Saltin-Diät. Nicht zu empfehlen. Und die Leistungssportler, die sie gemacht haben, berichten von einer Quälerei).In diesem Fall holt sich unser Körper die benötigte Energie auch gerne aus den Speichern der Muskulatur (Proteine).

Unser Körper ist tendenziell faul, er bezieht die notwendige Energie gerne auf dem leichtesten Weg und das ist der der Kohlenhydratverbrennung. Für die fettverbrennung braucht er mehr Zeit und mehr Sauerstoff.
Wir müssen ihm geduldig beibringen, mit den Fetten zu arbeiten. Das bedeutet, langsam laufen, langsam und lang, gerne auch nüchtern. Irgendwann nach ausreichendem Training wird unser Körper verstanden haben, dass wir die Fettverbrennung von ihm erwarten. Allerdings wird er bei einer Zufuhr von Kohlenhydraten die Verwertung der Fette quasi sofort unterbrechen. Es ist für ihn  leichter und schneller, die Zucker umzusetzen und seien es auch nur wenige, als weiterhin den umständlicheren Weg der Fettverbrennung zu gehen. Also vorsicht mit Obst, Saftschorlen, Energieriegeln oder Isogetränken, wenn das Laufen in erster Linie dem Abnehmen gelten soll. Die darin enthaltenen Zucker beenden die laufende Fettverbrennung. Lieber während des Laufes und auch danach Wasser statt der noch so tollen Sportgetränke (die fast alle Zucker enthalten).
Aber bitte zu beachten ! Sobald die Trainingseinheit intensiver wird, über den aeroben bereich deutlich hinausgeht oder gar bei einem Wettkampf gilt das nicht ! Wir reden hier über die langsamen, ruhigen Einheiten, etwa im Bereich bis ein oder eineinhalb Stunden. Auch der morgendliche Nüchternlauf, sofern er dem abnehmen dienen soll, sollte in diesen Bereich fallen, um die Fettverbrennung der Nacht auszukosten. Dies vor allem für den, der Gewicht verlieren will. Die Substitution nach einem langen ruhigen Lauf kann dann z.B. aus Proteinen (Shake, Quark, Eier, Käse) bestehen, um dem Körper wieder Energeiquellen zur Verfügung zu stellen und ihn nicht "leer laufen" zu lassen.

Wichtig ist dabei bei grösserem Trainingsumfang dann auch das Krafttraining. Das Muskelglykogen stellt für den Körper eine Energiequelle dar, nur regelmässiges Krafttraining wird ihn sicher daran hindern, diese Energiequelle anzugreifen. Zumal der Grundumsatz und damit der Kalorienverbrauch eines Körpers mit Zunahme der relativen Muskelmasse steigt.

Zum Bestimmen des Stoffwechselumsatzes und der Verteilung von Fett- und Kohelnhydratverbrennung eignet sich die Analyse mit dem Aeroman hervorragend. Damit lässt sich das Training zielgesteuert planen.




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