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Corsa della Bora

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: LacorsadellaBora
        
Corsa della Bora Half Trail

 
Ein Lauf am 6. Januar ? Perfekt, um die ganzen zu vielen Kalorien der Feiertage zu vernichten. So früh im Jahr waren wir noch nie am Start. Aber das Paket klingt perfekt. Im Bus von München ab. Übernachtung in Triest. Am nächsten Tag der Lauf und am übernächsten wieder zurück. Da bleibt noch genügend Zeit etwas von der Hafenstadt mit K und K Vergangenheit zu erleben.

 
Neben einem Walking Event werden noch 8k, 21k 57k und extreme 165k angeboten. Wir entscheiden uns auch wegen Triest für die 21.

 
Jetzt stehen wir also am Freitag vor 3-König in München am Olympiastadion und suchen den angegebenen Treffpunkt. Das ist gar nicht so einfach und letztendlich muss uns googlemaps dabei helfen. Nur – an dem Treffpunkt ist ausser 2 weiteren Läufern niemand. Super…

 
Nach etwas Telefoniererei stellt sich heraus, dass der Bus wohl doch an einer anderen Stelle abfährt. Auf dem Weg dahin treffen wir noch Denis , Dippi und Gerald. Gut, wenn so viele noch auf der Suche nach dem Bus sind wird er schon noch auf uns warten.

 
Die Fahrt selber verläuft total entspannt und ruhig. Bis auf die Einfahrt nach Triest. Wir fahren insgesamt 4 Stationen an, um Mitfahrer abzugeben. Gleich bei der ersten stecken wir mehr oder weniger im Gewirr der engen Dorfstrassen fest. Es dauert eine ganze Weile, bis unser Fahrer den Bus wieder herausmanövrieren kann und wir weiter können.  

 
An der nächsten Haltestelle werden die Startbeutel verteilt. Tolle Idee. Das zumindest funktioniert super. Wir steigen ganz zum Schluß mitten in Triest aus. 30 Meter noch zu unserer Unterkunft.  
Die ist schon orginell. Eine sehr unscheinbare Seitenstrasse beherbergt ein Bed&Breakfast. Wir öffnen die Haustüre via Telefonanruf und stehen in einem alten geräumigen, aber etwas heruntergekommenen Treppenhaus. Sämtliche Heizleitungen sind offen verlegt. Im Eck hängt ein Kabelbündel. Sehr vertrauenswürdig scheint das nicht zu sein. Dazu noch direkt hinter dem Bahnhof. Da kommen schon zweideutige Assoziationen hoch. Die Pension befindet sich im ersten Stock. Den Schlüssel zum Zimmer wiederum gibt es per PIN-Code im Automaten. Das Zimmer selber ist sehr sauber und modern eingerichtet. Also doch keine Stundenhotel, das wir versehentlich über‘s Internet gebucht haben.

 
Samstag.  
Wir shutteln mit dem Bus zum Start. Idealerweise direkt um die Ecke. Es geht ein Stück den Hügel hoch. Am Start geniessen wir einen frisch gebrühten echten italienischen Cafe und freuen uns auf den Start gegen halb zwölf.  
Um uns herum viele Läufer mit Mütze, Handschuhen und vor allem dicken Regenjacken. Ich überlege mir, ob ich im T-Shirt laufe. Es ist ein Scirocco und kein Bora Tag. 15 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit und warmer Wind von Süden. Definitiv T-Shirt!  
Gleich vom Start weg biegen wir auf einen schmalen Weg ein, Stau! Ich versuche neben dem Weg zu überholen. Keine gute Idee. Grobe Steine versteckt in hohem Gras. Ich will mir ja nicht gleich zu Beginn alle Knochen brechen. Ziemlich bald sind wir auf einem richtigen Trail. Das heisst wieder Stau! Nur selten lässt das Gelände ein sicheres Überholen zu. Vor allem bergab könnte ich deutlich zügiger laufen. Aber wir stecken in einem langen Lindwurm fest.  



 
Ich war die ganze Zeit noch hin- und hergerissen zwischen einfach loslaufen oder Barbara zu begleiten. Für sie ist es der erste Lauf nach einer OP. Ich entscheide mich für die Begleitung. Also ganz easy. Entspann Dich und reih dich hier einfach ein. Ich achte darauf, dass Barbara immer in Sichtweite ist und überhole nur noch an wirklich guten Stellen.  
Bereits bei Km 5 kommen wir an die erste Verpflegung. Alle langen Strecken werden hier auch vorbei kommen, deshalb gibt es schon hier das volle Programm. Brühe, Tee, Wasser, Cola, Schinken, Käse, was auch immer!  
Barbara entschliesst sich, sich umzuziehen. Ich bin eigentlich auch im Wettkampf sehr entspannt und nur selten wirklich kompetitiv unterwegs. Aber zuzusehen, wie 40 bis 50 Läufer, die wir in der letzten Stunde mühsam überholt haben, mal so eben wieder an uns vorbei schlurchen ist schon hart. Hätte ich nicht gedacht. Aber man lernt auf solchen Veranstaltungen halt doch immer wieder was neues über sich.  
Ich versuche mich zu entspannen. Funktioniert fast. Ich lauf stellenweise sehr zügig, um dann wieder auf Barbara zu warten. Sozusagen ein Intervalltraining. Flowige Supertrailabschnitte rennen.    Aufstiege walken. Sehr perfekt.  
Traumhafte Waldabschnitte, enge Wege durch Weinberge, Forstpisten mit groben Untergrund. So richtig zum Abschalten ist es hier nie.  
Auf einmal sind wir im Nebelwald. Tolle Stimmung. Extrem abwechslungsreich.
Ganze Abschnitte laufen wir auf einem Kamm direkt über dem Meer. Mittlerweile bin ich ziemlich tiefenentspannt. Dann Steinschutt. Ein steiler Abstieg und danach ein sehr steiler Abstieg mit Seilen und Bergwacht mitten im Wald. Wir erreichen das Meer und laufen direkt an der Wasserlinie über Blockwerk. Da kannst du eh nicht richtig laufen. Auf zum letzten Anstieg und dann kommt noch eine kleine Überraschung. Ein Steilstück runter, das wieder mit Seilen versehen ist, weil es so schlammig ist. Aber auch das meistern wir schlussendlich, um vergnügt im Ziel anzukommen.

 
Dropbag aufnehmen, umziehen und den Shuttle zurück nach Triest finden. Nicht ganz so einfach!



 
Abends dann nach einer Dusche und etwas Abliegen noch eine weiter Offenbarung. Nach Baccalao als Vorspeise noch Tagliatelle mit Baby Sepien in Tinte und Lorbeer geköchelt. Fantastico.

Am Morgen dann noch ein gemütliches Frühstück mit Capuccino und Brioche. Danach noch ins Eataly am Hafen. Dekadent mit einem Prosecco in der Lounge die ankommenden Fischer beobachten. Einfach herrlich.

 
Gerne wieder.


Laufband "analyse" zum Schuhkauf? Warum bei uns nicht ...

Herausgegeben von in Schuhe ·
Tags: Laufbandanalyse
"Macht Ihr auch eine Laufbandanalyse zum Schuhkauf?" - zu Recht fragen unsere (Neu-)Kunden danach. Schliesslich will jeder den für ihn besten Schuh. Er soll passen, bequem sein, Spaß machen und gerne auch noch gut aussehen. Dabei verlasst Ihr Euch auf den Fachmann - danke dafür.
Warum machen wir aber als Fachleute keine Laufbandanalyse (und ich verwende ganz bewusst nicht den Begriff "Laufstilanalyse")?
Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen einer Laufstilanalyse und der in vielen Laufshops durchgeführten Laufbandanalyse. Bei letzterer wird das Sprunggelenk gefilmt (ein Blickwinkel von hinten, Einstellung bis Mitte der Wade) und dann über Pronation, Überpronation und Supination oder Unterpronation entschieden. Man kann tatsächlich mit geschultem Auge einiges erkennen, was zur Beurteilung des Pronationsverlaufes auch wichtig ist. Kurze Anmerkung: Pronation gehört zum Laufen dazu und ist nichts anderes als eine biomechanische Bewegungskette im Dämpfungsverhalten des Körpers. Da es sich um eine Bewegungsabfolge handelt, ist es dabei wichtig, wie der Fuß geführt wird (einwärts oder auswärts gedreht) oder wie er aufgesetzt wird (beim Fersenaufsatz ist der Pronationsweg zum Beispiel biomechanisch verlängert). Das ist mit dem einseitigen Blickwinkel von hinten manchmal schwierig.
Tatsächlich lässt sich das Pronationsverhalten auch mit blossem Auge gut erkennen. Daher laufen wir gerne vor dem Laden ein paar Schritte hinter Euch her, mit Blick nicht nur auf die Sprunggelenke. Dabei können wir die gesamte Beinachse beobachten. Der Unterschied zur Laufbandanalyse: wir können es Euch nicht in Zeitlupe am Bildschirm zeigen. Hier müsst Ihr Euch einfach auf uns, unser Auge und unsere Erfahrung verlassen.

Unsere Laufstilanalyse hingegen beinhaltet wesentlich mehr: Anamnese (einführendes Gespräch mit Fragen), orientierende körperliche Untersuchung mit einigen Muskelfunktionstests und die Videoaufnahmen selbst. Die erfolgen von beiden Seiten, von vorne und von hinten - vom Sprunggelenk über beide Knie bis zur Hüfte. Wir messen Winkel und Achsen und beurteilen Bewegungsmuster der Gelenke. Zusätzlich zu meinem sportmedizinischen Hintergrund habe ich dazu eine mehrtägige Ausbildung absolviert und Prüfungen abgelegt. Die Fragestellung hinter dieser Analyse ist nicht "welcher Schuh passt zu mir?", sondern "gibt es Probleme in der Biomechanik oder optimierbare Bewegungsmuster?".

Viele Kollegen in den Lauf- und Sportläden arbeiten mit der Laufbandanalyse, die einen mit grossem Hintergrundwissen, breiter Erfahrung und daraus resultierend fundierter Beurteilung. Bei denen seid Ihr in guten Händen, da könnt Ihr Euch auf die Empfehlung verlassen. Die anderen sind die berühmten schwarzen Schafe.


laufSinn goes Ohmm... ??

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: ohmommoriginalmountainmarathon


Genau so wollen wir es

Herausgegeben von in Sonstiges ·
Tags: LadenlaufsinnAlternativen

Wir bieten Alternativen zu den Global-Playern... Das war von Anfang an klar und auch erklärtes Ziel. Wir wollten nur Produkte, von denen wir auch überzeugt sind und die wir im besten Fall auch selber laufen und testen konnten. Gerade die kleinen Firmen bieten da einfach viel zum entdecken und letztendlich picken wir auch bei diesen Herstellern uns immer nur die Rosinen raus. Im Zweifel entscheiden wir uns somit gegen bessere Einkaufskonditionen und nehmen eben unter Umständen auch nur ein Modell, wenn wir es einzigartig finden. Das ist dann zwar wirtschaftlich nicht so schlau, aber wir gehen keinen Kompromiss bei der Auswahl ein.
Wie sehr wir unser Konzept dadurch auf die Spitze treiben und so zu einem einzigartigen oder zumindest sehr speziellen Laden werden, erkennen wir im vollen Ausmaß erst in letzter Zeit. Je mehr Kunden aus der Münchner Gegend, aus Stuttgart oder der Schweiz bei uns vorbeischauen und versichern, bei ihnen gäbe es sowas nicht und je öfter uns Aussendienstler auf die Einzigartigkeit unseres Ladens ansprechen, desto mehr reift die Erkenntnis dafür. Und wir finden es toll. Es ist genau so ein Laden, wie wir es immer wollten.
Aber ohne Euch gäbe es das nicht. Ohne treue Läufer, die sich auch jenseits des Mainstreams umschauen wollen und offen auf oft noch unbekannte und meist unterschätzte Marken zugehen, einfach was Neues wagen oder schlicht unsere Begeisterung für durchdachte und ausgefeilte Produkte teilen. Danke an Euch, vielen Dank dafür, dass Ihr unsere Leidenschaft teilt.
auch erklärtes Ziel. Wir wollten nur Produkte, von denen wir auch überzeugt sind und die wir im besten Fall auch selber laufen und testen konnten. Gerade die kleinen Firmen bieten da einfach viel zum entdecken und letztendlich picken wir auch bei diesen Herstellern uns immer nur die Rosinen raus. Im Zweifel entscheiden wir uns somit gegen bessere Einkaufskonditionen und nehmen eben unter Umständen auch nur ein Modell, wenn wir es einzigartig finden. Das ist dann zwar wirtschaftlich nicht so schlau, aber wir gehen keinen Kompromiss bei der Auswahl ein.
Wie sehr wir unser Konzept dadurch auf die Spitze treiben und so zu einem einzigartigen oder zumindest sehr speziellen Laden werden, erkennen wir im vollen Ausmaß erst in letzter Zeit. Je mehr Kunden aus der Münchner Gegend, aus Stuttgart oder der Schweiz bei uns vorbeischauen und versichern, bei ihnen gäbe es sowas nicht und je öfter uns Aussendienstler auf die Einzigartigkeit unseres Ladens ansprechen, desto mehr reift die Erkenntnis dafür. Und wir finden es toll. Es ist genau so ein Laden, wie wir es immer wollten.
Aber ohne Euch gäbe es das nicht. Ohne treue Läufer, die sich auch jenseits des Mainstreams umschauen wollen und offen auf oft noch unbekannte und meist unterschätzte Marken zugehen, einfach was Neues wagen oder schlicht unsere Begeisterung für durchdachte und ausgefeilte Produkte teilen. Danke an Euch, vielen Dank dafür, dass Ihr unsere Leidenschaft teilt.



Traillauf mit Hindernissen oder Hindernislauf mit anspruchsvoller Laufstrecke?

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: xtremebattleOCRHeroldstatt

X-treme-battle 2015
Ein wirklich gelungener Laufabend. Vielen Dank an Florian Beinlich und das restliche Orga- und Helferteam vom x-treme-battle.


Wir kommen etwas knapp zum Start. Zum Glück hatten wir am Vorabend schon für's gesamte Team die Startnummern abgeholt, sodass wir nur noch aus dem Auto raus springen und direkt zur Startlinie mussten. Gleich der nächste Heat war schon unserer!
Perfekte Startwellen. Alle 2 Minuten 20 Leute rauszuschicken, reicht um an allen Hindernissen Staus zu vermeiden.
Erst mal etwas einlaufen, bevor es gemächlich mit einem Palettenstapel und einer Strohpyramide losgeht. Leider ist es sehr heiß, nicht so mein Ding.... Wieder eine etwas längere Laufstrecke und wir dürfen über Schrottautos klettern – die waren letzes Jahr noch nicht da – danach geht es zäh über Stoppelwiesen bergauf. Zumindest dachten wir das. Irgendwann kommt von hinten ein Mountainbiker und pfeifft uns zurück. Anscheinend haben wir eine Abzweigung verpasst. Also wieder zurück zur Strecke und die gleichen Gruppen wieder vor uns. Grr.. Unterm Weidezaun (Strom!)
durchrobben. Schön - das ist diesmal machbar, letztes Jahr waren wir klatschnass und der Zaun extrem niedrig, sodass ich mehrer Schläge abbekam. Die Jungs vom x-treme-battle haben sich die wenigen Kritikpunkte vom letzten Jahr sehr zu Herzen genommen und super verbessert.
Die super trailige und anspruchsvolle Laufstrecke macht einfach Spaß und als endlich Wasser auf uns zu kommt, sind wir glücklich. Direkt nach der ersten Getränkestation bei der Sontheimer Höhle geht’s in ein Tauchbecken. Erwünschter konnte das nicht sein. Erfrischt und endlich wieder normal temperiert geht’s dann ab in den Wald. Steil runter und wieder rauf, was einfach nur Spaß macht – abgesehen von der Puste, die dann doch schon knapp wird. Und um einen draufzusetzen, gibt es oben
gleich mehrfach Strohhindernisse zu überklettern. Na danke!  
Das bekannte Schlammloch vom letzten Jahr. Leider keine Chance auf eine Arschbombe, da das Loch bereits besetzt ist, also einfach gesittet durch. Wieder etwas laufen. Mittlerweile ist die Temperatur aber nicht mehr so streng und die nassen Shirts kühlen ausreichen.  
Das nächste neue Hindernis. Eine Holzwand. Die ist perfekt. Zu hoch um sie einfach zu nehmen, aber doch allein schaffbar. Nach robben durch Schaum kommt ein Kipplaster der erklettert werden will, in der Mulde dann über groben Schotter robben – ok, so langsam wird es anstrengend. Aber Flo setzt noch einen drauf. Gleich danach kommt krabbeln auf einem Feinschotterweg. 2/3 der Strecke schaffe ich recht zügig im Spinnengang, den Rest muß ich dann doch auf alle Viere, was den Knien nicht so gefällt, aber die Arme sind durch.
Die Wasserschütte zum durchtauchen kennen wir schon vom letzten Jahr. Einfach schön.

Nur warum sieht das Dreckwasser aus, als ob es direkt aus der benachbarten Kläranlage kommt? Auf dem Weiterweg schnorren wir noch bei einer Zuschauergruppe ein Becher Bier. Das zieht rein...
Der übliche Autoreifenhaufen und dann geht’s auch schon Richtung Sportplatz.
Die Traktorreifen sind gut gelöst, da hatte es sich letztes Jahr noch kurz gestaut, diesmal alles problemlos. Am Sportplatz müssen wir noch einmal komplett aussenrum. Ein Container voller Dreck will durchquert und eine Kabeltrommel überstiegen werden, dann noch ein fieses in Frischhaltefolie verpacktes Ballenhinderniss. Ohne genügend Anlauf ist das leider nicht zu machen. Das Ding ist einfach viel zu rutschig. Und gleich danach eine Wand. Wir stehen erst mal davor und überlegen, wie wir da hochkommen können und entscheiden uns dann für die Teamvariante (Hühnerleiter, Ziehen und Schieben). Fehlt nur noch die Schlußbadewanne und schon ist es vorbei.

Fazit:
Ein mit viel Herzblut und Liebe zum Detail organisierter Traillauf mit Hindernissen oder doch ein Hindernislauf mit anspruchsvoller Laufstrecke?
Egal - so hat er für beide Gruppen genügend Herausforderungen zu bieten. Perfekt auch das Bier im Ziel! Wir kommen bestimmt wieder.


Ausrüstung: mittlerweile perfektioniert. Schuh: Inov-8 X-talon – immer perfekter Gripp, ob Matsch  
oder Trail und an den Hindernissen auch. Hose: enganliegende ¾ Tight. Brille: Julbo Pipeline sitzt  
auch nach 2 Tauchgängen und 1* Schwimmen noch perfekt. Handschuhe: einfache  
Fahrradhandschuhe – sehr zu empfehlen.

zum Video: inside x-treme-battle 2015




Hart, härter ... Lamer Winkel

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: UltraTrailLamerWinkel

UTLW Ultra Trail Lamer Winkel

„Ein neuer Stern am Trailhimmel“ - das klingt gewaltig nach Superlativ, aber was am letzten Mai-Wochenende dieses Jahr im Bayrischen Wald stattfand, war wirklich super. Trails über Trails, wenig Forststrassen oder Waldautobahnen und noch viel weniger Asphalt. Eine tolle Organisation und eine ganze Region, die ihren Lauf mit Herzblut, Charme und Begeisterung unterstützt hat.

Schnell ausverkauft dank limitierten Startplätzen war es schon fast eine Ehre, diese Erstveranstaltung miterleben zu dürfen. Verbesserungsfähig ? Wenig, sehr wenig. Nicht einmal das Wetter – die Stimmung an der Strecke war sensationell, mystisch, besonders. Wir haben wenig gesehen von den viel gerühmten Panoramablicken, aber das hat nicht gestört.

Die Fahrt in den Bayrischen Wald ist von Ulm aus lang. Die letzten Kilometer ziehen sich durch eine waldige, hügelige Landschaft, die schon erahnen lässt, wie sich die 2700 Höhenmeter am nächsten Tag zusammensetzen werden. Schon weit vor dem Lamer Winkel lacht der Dynafit-Leopard (Dynafit ist Hauptsponsor) von großen Bannern und weist auf den neuen Ultratrail in der Region hin.

Wir beziehen Quartier in Lam, dem Zielort des Laufes. Die Ferienwohnung wird von der Mutter eines der Organisatoren betrieben – witzig, so kommen wir in den Genuß einiger „extra“ Infos rund um den Lauf. Ein herzlicher Empfang und eine Einladung zum sonntäglichen AfterRace-Frühstück. Auf dem Weg zur Startnummernausgabe und Briefing in Arrach, wo der Start sein wird, stoppen wir noch beim örtlichen Edeka. Die Kohlenhydratversorgung vor so einem Rennen will gesichert sein ;-)


Im Seepark in Arrach wehen die Banner von Dynafit, Sziols und Leki über dem bunten Haufen an Läufern. Viele bekannte Gesichter, es scheint fast, die ganze Trailläufergemeinde der Republik hat sich hier eingefunden.
Das Briefing : die drei Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Arrach, Lohberg und Lam sind voller Elan und Begeisterung bei der Vorstellung des Laufes dabei. Es zeigt sich nicht zum ersten und erst recht nicht zum letzten Mal, wie sehr sich die ganze Region hinter dieses neue Event stellt.
Der Wetterbericht: Schwamm drüber, es kam alles ganz anders.

Abendessen in Lam, Hopfenschorle zur Füllung der Kohlenhydratspeicher und ab ins Bett. Morgen wird ein längerer Tag: 53Km und die schon erwähnten 2700 Höhenmeter.

Das Wetter am nächsten Morgen sieht nett aus. Der Blick aus dem Küchenfenster Richtung Arber zeigt einen weiss-blauen Himmel. Schön. Der Blick aus dem anderen Zimmer in die Gegenrichtung dagegen … LangarmShirt oder noch ein Funktionsunterhemd ? Die Handschuhe waren jetzt doch nicht in der Liste der Pflichtausrüstung. Aber die Regenjacke. Blick nach vorne: nicht nötig, Blick nach hinten: ja, einpacken. Im Endeffekt entscheide ich mich für die leichtere, eher nur wasserabweisende Windjacke und vergesse dummerweise die Langarmshirts komplett. Sehr dummer Fehler ….
Kurze Fahrt nach Arrach zum Start. Alles sehr entspannt. Die Läufer müssen erst aufgefordert werden, doch ihre Ausrüstung kontrollieren zu lassen und in den Startbereich zu gehen. Der Start selbst erfolgt neutralisiert – ob mit Absicht oder nicht, aber die örtliche Blaskapelle geht die ersten Meter voran. Gut so, denn zuerst erfolgt eine Runde um den kleinen See. Ohne das Einbremsen wären die ersten wahrscheinlich mit ihrem harten Tempo hinten wieder in die Meute reingelaufen.

Die ersten Kilometer verlaufen flach im Talgrund auf kleinen Wiesenpfaden. Trails vom ersten Meter an. Es sind auch 71% Trails versprochen. Erster CutOff bei km9 nach eineinhalb Stunden an der VP1. Klingt gemütlich, aber tatsächlich ist die Strecke von Anfang an anspruchsvoll genug um unötiges Trödeln nicht zu zu lassen. Jeder im Feld wird diese erste Hürde meistern, aber nicht jeder mit einem großen Puffer. Die Versorgungsstationen sind übrigens so reichhaltig bestückt, dass auf die Auswahl von Powerbar getrost verzichtet werden kann.
Nach der VP1 laufen, gehen und wandern wir über herrliche Trails. Waldwege, Wurzeln, Steine, ein paar umgestürzte Bäume, Heidelbeerurwald. Immer wieder Zuschauer mitten im Wald, mitten im Anstieg, noch nach Stunden begeistert applaudierend, einige auch mit Kuhglocken bewaffnet.

Mühlriegel, Ödriegel, Schwarzeck, Enzian – ein kleiner Gipfel nach dem anderen über der 1000m-Marke. Wir laufen auf dem Goldsteig über wunderbare Singletrails. Der Wind nimmt zu und irgendwann fallen die ersten Tropfen. Alles halb so wild. Dann wechselt der Regen kurz zu Hagel, der Wind nimmt weiter zu. Der Weg verlässt den Wald und wir laufen relativ frei auf dem Höhenzug. Der dumme Fehler … Zeltplaneneffekt bei meiner dünnen Jacke: der Wind drückt sie an die Haut und im Nu ist die Nässe durch. Wir laufen im Nebel und den Wolken und ich kühle mehr und mehr aus. Ein höheres Tempo, um warm zu bleiben, kann ich nicht gehen. Mittlerweile sind wir gut über 3 Stunden unterwegs und haben gerade mal 20km geschafft. Die Nässe und Kälte zehrt an meiner Psyche. Wie soll ich so 53km schaffen ? Ausstieg an der VP2 am Großen Arber ? Andreas rettet mich, indem er mir seine Regenjacke überlässt. Er behauptet, ihm würde das Langarmshirt so reichen (das, welches ich vergessen habe). Kurz danach fängt es an zu schütten und ich bekomme ein ordentlich schlechtes Gewissen. Wir versuchen, so schnell wie möglich über den weiteren Höhenzug zu kommen: Enzian und Kleiner Arber. Dort stehen doch tatsächlich Helfer mitten im Regen und Wind, kontrollieren („330 jetzt am Kleinen Arber“) und lächeln, motivieren und feuern an.

Die letzten Meter Anstieg zum Großen Arber verlaufen wieder auf Forststrassen. Der Gipfel ist kaum zu sehen, Kreuz und die Kuppeln der Abhörstation verschwinden fast in den Wolken. Immerhin hat es aufgehört zu regnen und durch den leichten Anstieg wird mir wieder warm. Doch weitermachen ? Kurz unter dem höchsten Punkt das Arberhaus und die VP2. Wieder bestens bestückt. Hier aussteigen ? Mit der Gondel runterfahren ? Offiziell ist hier nichts. Wieviele Läufer mit denselben Gedanken haderten, habe ich später erfahren. Nur wenige sind tatsächlich raus und für die wurde ein Transport improvisiert. Ich selbst finde mich mit Käse, Biskuittörtchen und einer Handvoll gesalzener Cherrytomaten schon beim Abstieg wieder. Es geht steil bergab, Forststrassen durch das Skigebiet, sehr steil. 700 Höhenmeter wollen vernichtet werden. Kurz vor Brennes schallt laute Musik durch die dünner werdenden Wolken: ACDC aus privaten Lautsprechern. Big Party am Streckenrand – und schon wieder versprüht diese Region gute Laune und Motivation. Super. Der Schotterweg geht in einen Waldweg über, der immer weiter Richtung Ebensäge bergab führt. Wir lassen es laufen. Geht super und warm wird mir auch wieder. Meine eigene, nasse Jacke nehme ich aus dem Rucksack und lasse sie im Wind etwas trocken pusten. Ebensäge – zwei Häuser, irgendwo zwei Menschen, sonst nichts. Es geht wieder bergauf, Wandermodus. Die VP3 in Scheiben und damit der zweite CutOff kommen näher. Weit vor dem Zeitlimit passieren wir die Versorgung. Käse, Tomaten, Biskuit und weiter. Ich habe mittlerweile wieder meine eigene Jacke an, der Regen hat endgültig aufgehört und Richtung Tal gibt es sogar das eine oder andere Wolkenloch. Zum Zwercheck hoch ist die Sicht wieder gleich Null. Der Aufstieg ist zäh: Wurzeln, Steine, steile Stufen, der Weg zieht sich recht direkt im Wald nach oben. Dann stehen wir an der tschechischen Grenze und schlängeln uns für knappe 2 Kilometer auf dem Höhenzug zwischen den Grenzpfosten durch. Der Weg ist extrem verblockt und selbst mit nicht so müden Beinen wäre es hier nur schwer zu laufen.

Dann wird’s bergab matschig, schlammig, rutschig. Der Bergwald spuckt uns nach kurzer Zeit auf einer Forststrasse aus, die sich gefühlt ewig auf halber Höhe dahinzieht. Oben am Kamm brütet der Auerhahn und der Naturschutz hat die Nutzung des oberen Weges untersagt. Völlig okay, mal kurz eine Waldautobahnen ist erholsam und wir können endlich etwas Strecke machen. Es stehen noch mehr als 10 Kilometer auf dem Plan. Mitten im Rollen scharf rechts und es geht wieder steil bergauf zum Osser. Unzählige Steinstufen, vorbei an Motivationsschildern („man muss kein Idiot sein, um diesen Trail zu laufen, aber es hilft ungemein“) und zuletzt über einen schmalen, drahtseilversicherten, alpinen Pfad und wir stehen am Osser. Am Osserhaus kurz unterhalb des Gipfels die VP4. Auch hier lachende, flachsende Helfer. Alkoholfreies Bier, Cola, Tomaten und vieles mehr. Kurz gestärkt und von nun ab soll es bergab gehen. Doch da ist noch der Kleine Osser am Wegesrand ! Mit einem kurzen giftigen Gegenanstieg nehmen wir den auch noch mit. Der Abstieg hat es in sich und kommt fast einer kleinen Kletterei an (zumindest mit den müden Beinen). Auf der Osserwiese der Blick ins Tal und nach Lam. Ziel in Sichtweite. Tatsächlich sind es noch 7 Kilometer Downhill … und so recht rund läuft's nicht mehr. Am Bergkirchl beginnt das Schlußschmankerl: der Holy Trail. Ein schmaler Pfad durch die Heidelbeerbüsche, sanft fallend. Ein Traum. Den müsste man mal ausgeruht laufen ! Mittlerweile hat sich die Sonne durchgesetzt: eine Sommerwiese, ein kleines Waldstück und schon stehen wir an den ersten Häusern von Lam. Kurz durch den Ort, links auf den Marktplatz und dort erwartet uns schon der rote Teppich und das Zieltor. 9 Stunden 4 Minuten …. ufff. Aber was für ein genialer Lauf ! Übrigens: die erste Finishermedaille, die ich gerne angenommen habe ;-) … Drexler's Trailwasser. Lecker.

Der Sieger Matthias Baur hat 5:07 gebraucht, der letzte Läufer kommt kurz vor Zielschluß nach 10:44 rein. Etwa 15 Läufer sind ausgestiegen, es gab trotz der schwierigen Strecke keine Verletzungen. „Neuer Stern am Trailhimmel“ ? Ja !!!!




Schuhtechnik beim Kauf weniger wichtig als Komfort

Herausgegeben von in Schuhe ·
Tags: SchuheSchuhkaufPronationBequemlichkeit

Laufschuhe müssen in erster Linie bequem sein!
Aktuelle Studien lassen die gängige Praxis der "Pronationsbeurteilung" als alleiniges Kaufkriterium verblassen. Egal welche Technik im Schuh steckt, sie wird nur dann helfen Verletzungen zu vermeiden, wenn sich der Schuh auch bequem anfühlt und nicht das natürliche, fußeigene Bewegungsmuster behindert.

Das Video von Dr. Kevin Maggs D.C. bringt den Schuhkauf auf den Punkt: was nützt es den Winkel beim Fersenaufsatz am Schuh zu betrachten, wenn ich nicht weiss, was der Fuß im Schuh macht ? Oft ist es nur der Schuh, der überproniert, aber nicht der Läufer.
Regeln zum Schuhkauf: der Schuh sollte sich angenehm laufen ! Ansonsten als Einsteiger Finger weg von den Extremen (Minimalisten und Maxidämpfung) und orthopädischen Einlagen. Außerdem am besten mehrere verschiedene Modelle abwechseln.

zum Video

Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Heft 4/2015 Dossier
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/content/archiv2015/Heft_4/DZSM_2015-04_WEB_Dossier_S04-12.pdf
und https://vimeo.com/126720173



allgäuman 2015

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: AllgäumanOCRHindernisrennenForggenseeMudrace

Der Morgen beginnt etwas arg laut. Im recht engen Frühstücksraum des Hostels ist schon eine Horde Tschechen, die sich lautstark unterhalten. Ich hingegen bin nach den zwei Bier gestern Abend noch sehr müde und träge. Jede Menge Kaffe und Saft müssen das jetzt richten.
 
Ein kurzern Fußweg zum Forggensee und dann heisst es den laufSinn Stand aufzubauen. Wir sind kaum fertig, da werden auch schon die ersten der reservierten X-Talons abgeholt. Von unseren 12 Paar aus dem Testpool werden 11 im Einsatz sein!


Nach und nach treffen unsere Teammitglieder ein und der Start rückt näher. Barbara bewacht den Stand, während ich mit laufen darf. Ich zieh mich kurz um und mach mich bereit. Kann meinen Chip nicht finden, aber jetzt ist keine Zeit mehr einen neuen zu organisieren. Wir stehen zu fünft am Start. Von den Startgruppen habe ich nicht so recht mitbekommen. Starten jetzt die ersten 50 oder 100 Startnummern? Egal wir stellen uns einfach mit dazu, haben eh ganz fühe Nummern. Dann läuft der Pulk vor uns plötzlich los. Wir schliessen uns an.
Nach ca. 100 Metern ist bereits das erste Hinderniss. Aus Absperrgittern sind sehr schmale Gassen gebildet, ähnlich den Viehscheiden beim Alpabtrieb. Etwas zu früh, dadurch staut es sich auch schon gleich - dafür werden wir publikumswirksam abgespritzt.. Weiter geht es in den abgelassenen Forggensee. Zuerst eher kiesig, dann geht es über die vorgelagerten Inselchen durch Gestrüpp und wieder Richtung Ufer. Von dort kommen schon Jubelschrei drs Zuschauer. Was wartet da wohl auf uns? Ok. Der Weg wird von Klausen versperrt, die versuchen die Läufer seitwärts in Wassergräben zu schiebn. Boris versucht das ganze zu Umgehen und weicht von allein in den Graben aus - unterschätzt dabei aber die Tiefe. Vollbad - zur Freude der Zuschauer. Mich erwischt es auch fast, komme aber mit einem nassen Schuh durch. Danach geht es erst mal weiter in den See. Ein paar auf und abs gefolgt von einer Durchquerung eines Zuflusses. Ziemlich kaltes Wasser mit Strömung. Ab jetzt sind die Schuhe komplett naß. Auch recht. Es folgt eine Mischung aus Kies und Matsch. Immer wieder sind kleine Wälle zu erklimmen. Danach kommt ein etwas überflüssiges Stück - wir laufen insgesamt 4 mal die gleiche Strecke hin- und her, wie bei der Warteschlange am Flughafen.... Naja. Nach einem weiteren Schlammsee gehts wieder Richtung Ufer, andem die Spritzen der Feuerwehr für ein richtig tiefes Geläuf sorgen, wer Pech hat, den erwischt die Spritze auch noch mit voller Breitseite.


Jetzt laufen wir auf dem Radweg nach Füssen rein. Ein paar Reifen sind zu überqueren (das ist etwas halbherzig, da könnte man deutlich mehr hinlegen), ein Betonklotz zu übersteigen, Betonröhren zu durchrobben (auch die Sequenz könnte ein paar Röhren mehr vertragen) eine Holzwand zu überklettern und zuletzt noch eine Monkeybar zu überwinden. Alternativ können jeweils 10 Liegestütze als Strafe abgeleistet werden.


Dann gibt es ein ganzes Stück zu laufen. Böschungen rauf und runter über eine Parkbank und unter einer, als kleine Hindernisse bevor wir zu einem weiteren Highlight kommen. Wir dürfen durch ein Randstück des Lechs waaten. Das Wasser ist da gut Bachnabel hoch und dank Schmelzwasser ziemlich frisch. Puh. Danach geht es den Kalvarienberg ziemlich direkt hoch zum Wendepunkt. Auf dem Rückweg wartet eine Sprungeinlage (Glocke am Baum) auf uns und wieder etwas anstrengender der Transport von einem ordentlichen Holzstück den Hügel hoch und runter, eine improvisierte Rutsche und Nähzeug!

Tolle Idee: es gillt einen Faden in eine Nähnadel einzufädeln.... Ich bin dann mal wieder bei den Liegestützen... Es scheint den Weg wieder zurück zu gehen. Wieder durch den Lech, diesmal bin ich zu unvorsichtig und lande fast Bauchlings im Eiswasser. Ging gerade noch mal gut... und zurück auf dem Radweg. Mir ist nicht so recht klar wie's weitergeht und ich frage meine Mitläufer, aber so recht weiss keiner Bescheid, ob wir jetzt nur zurücklaufen, oder noch mal durch den Forggensee dürfen... Jetzt kommen erstmal die bereits bekannten Hindernisse. Beim Abgang von der Holzwand geht es sehr zügig. Alles naß und so finde ich an dem Hanfseil keinen rechten Halt mehr und rausche direkt runter - alles im Lot, aber war nicht so geplant. Wundere mich aber, das das Hindernis direkt auf Asphalt steht - ohne Matte oder Stroh als Sturzschutz...

Und es geht tatsächlich noch mal durch den See. Auch recht. Laufen ist für mich heute kein Problem und so kann ich noch ein paar Leute aufsammeln. Der Matsch ist mittlerweile aufgewühlter und tiefer, das macht das Ganze noch mal ordentlich anstrengender als am Hinweg... Die Klausen sind nicht mehr da, dafür werden wir am schmalen Durchlass aus allen Richtungen von der Feuerwehr abgespritzt - da bleibt wirklich nichts trocken!

Fazit: das hat riesig viel Spaß gemacht. Ein paar Dinge können in der zweiten Ausgabe verbessert werden (Autoreifen, Röhren, keine mehrfach zick-zack Strecken, bessere Ausschilderung des Eventgeländes, zügigere Startnummerausgabe) Der See als Haupthindernis ist einPfund ! Viel Natur und bestes Panorama. Einfach Spitze.  
 



Leistungstests - ein Überblick

Herausgegeben von in training ·
Tags: LaktattestConconiSpiroergomnetrie

Leistungstests – Sinn oder Unsinn ?
Lassen Sie Ihren "Motor inspizieren".
Für Autobesitzer ist es Routine. Sie bringen ihr geliebtes Fahrzeug regelmäßig zu TÜV und Abgasuntersuchung. Der Motor soll ja „rund“, kraftvoll aber nicht heiß laufen. Wie steht es aber mit unserem eigenen inneren „Motor“? Über- und Unterforderung im Training bringen statt dem gewünschten Erfolg nur Demotivation, Erschöpfung oder ein angegriffenes Immunsystem. Leider lassen die Wenigsten von uns ihren körpereigenen „Motor“ checken oder „einstellen“, bevor eine sportliche Belastung ansteht. Doch genau wie beim Auto spielt auch beim Menschen die Verbrennungsleistung der Motoren eine entscheidende Rolle für die individuelle Leistungsfähigkeit.
Während einer ruhigen Laufeinheit, also im Grundlagenbereich, gewinnt der Körper den Großteil der benötigten Energie aus der Fettverbrennung. Dazu braucht er allerdings Zeit und genügend Sauerstoff. Dieser Energiespeicher ist gross und viele lange Läufe können ohne weitere Nahrungszufuhr in diesem Bereich absolviert werden. Bei steigender Belastung wird beides, Zeit und Sauerstoff, knapper. Der Körper schaltet zunehmend auf die Verbrennung von Kohlenhydraten um. Dieser Speicher ist allerdings limitiert und ohne Zufuhr oft innerhalb einer Stunde leer.
Das richtige Verhältnis der beiden Energieträger Fette und Kohlenhydrate während der Verbrennung ermöglicht es uns, Leistung ausdauernd zu erbringen. Trainingsziel sollte sein, den Körper daran zu gewöhnen, lange aus dem grossen Vorrat der Fette schöpfen zu können. Nur mit diesem stabilen Fundament lassen sich intensive Läufe in höherem Tempo gut und erfolgreich auf längere Zeit absolvieren.  Wenn wir also wissen, wann unser eigener Körper welchen Energieträger nutzt, können wir unsere Ausdauerleistung optimal trainieren.
Jedes Training wird nur dann richtig effektiv sein, wenn es richtig gestaltet wird. Zumal die meisten Läufer leider zu schnell laufen und sich dadurch schon im Training oft auspowern, statt eine stabile Form aufzubauen. Nur wo liegen die optimalen Bereiche für Herzfrequenz ? In welchem Tempo kann und soll ich laufen ? Faustregeln helfen nur wenig. Die altbekannte Formel 220-Lebensalter trifft auf die wenigsten zu. Die andere Regel, dass der, der sich während des Laufens noch unterhalten kann, richtig läuft, stimmt. Nur ist diese Form des Trainings zwar kommunikativ, trägt aber nicht unbedingt zur Weiterentwicklung bei.
Hier machen die Leistungstests richtig Sinn. Nur welcher ist der richtige ?

Der Laktattest
Zur Zeit sicherlich der meistverbreitete und bekannteste Test zur Trainingsgestaltung. Zumeist auf dem Laufband wird während einer stufenförmig ansteigender Belastung das jeweilige Laktat bestimmt. Laktat fällt als Stoffwechselprodukt bei steigender Belastung und erhöhter Verbrennung der Kohlenhydrate vermehrt an. Daraus wird nach verschiedenen Modellen eine Laktatschwelle bestimmt, die als Anhaltspunkt für die Einteilung in bestimmte Belastungsbereiche dient. Im Spiegel-Online gab es einen interessanten Artikel zu dem Thema „Laktattest“: „Stoffwechsel beim Sport: Der Irrglaube vom schädlichen Laktat“ (von Ansgar Mertin). Die oft zitierte Laktatschwelle von 4mmol/l ist demnach kaum aussagekräftig. Der Pionier der Laktattests Alois Mader hat diesen Wert 1976 als Durchschnittswert festgelegt bei individuellen Schwankungen zwischen 2 bis 6mmol/l.
Häufig reichen die üblichen drei Minuten pro Belastungsstufe auch nicht aus, um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten. Ein vernünftiges Testdesign wäre wesentlich zeitintensiver. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine oft angewendete Methoden zur Trainingssteuerung und wird oft angeboten. Ein guter Laktatdiagnostiker kann mit den gewonnen Werten auch verünftige Empfehlungen aussprechen. Wer bisher mit dieser Art von Test zufrieden ist, wird viele Angebote finden.

Die Spiroergometrie
Dieser Test gilt als Goldstandard. Dabei wird die Belastung stufenförmig oder kontinuierlich (beim Rampentest) gesteigert undd dabei die Atemluft unter der steigenden Belastung analysiert. Anders als über die Bestimmung eines Produktes im Blut werden hier über die Zusammensetzung der Atemluft und über das Verhältnis von CO 2  (Kohlendioxid) zu O 2  (Sauerstoff) Aussagen zur vorliegenden Stoffwechsellage getroffen. Der Respiratorische Quotient bezeichnet das Verhältnis von CO 2  zu O 2  in der ausgeatmeten Luft und verändert sich je nach hauptsächlicher Verbrennung von Fetten oder Kohlenhydraten zur Energiegewinnung bei Belastung.
Die klassische Spiroergometrie wird unter ständiger Beobachtung der Atemluft durchgeführt, d.h. der Sportler trägt während der gesamten Untersuchung eine Maske. Manche Systeme ermöglichen dabei die sogenannte „breath-by-breath“-Analyse, bei der Messvariablen für jeden einzelnen Atemzyklus bestimmt werden können. Die Anzahl und Fülle der Werte, die gewonnen werden, sind häufig für den praktischen Gebrauch in der Betreuung vor allem von Freizeit- und Breitensportlern zu viel. Aufgrund des sehr hohen apparativen Aufwandes hat sich diese Methode vorrangig in Ausdauerdisziplinen im Spitzensport durchgesetzt. Neue apparative Entwicklungen allerdings ermöglichen einen breiteren Einsatz.

Aeroscan
Hierbei handelt es sich um eine Art Spiroergometrie „light“. Die Firma Aerolution hat ein Gerät entwickelt, dass eine Ermittlung des Respiratorischen Quotienten ohne den apparativen Aufwand der klassischen Spiroergometrie ermöglicht. Während einer ansteigenden Belastung erfolgt jeweils nur zum Ende der Stufe eine Analyse der Atemgase. Die Ergebnisse sind wie die der Spiroergometrie individuell, nicht so umfassend, aber dafür leichter auszuwerten.


Conconi-Test

Bei dieser Testform laufen oder radeln die Probanden in stetiger Steigerung bis die Belastungsgrenze erreicht ist. Parallel dazu wird die Herzfrequenz bestimmt. Die Auswertung erfolgt aus dem Verhältnis der erreichten Geschwindigkeit zur Herzfrequenz. Wenn keine lineare Beziehung mehr zu erkennen ist, gilt der sogenannte Deflexionspunkt und damit die anaerobe Schwelle (entsprechend der Laktatschwelle aus der Laktatdiagnostik) als erreicht. Anhand des Schwellenwertes können Aussagen zu Trainingsbereichen getroffen werden. Der Test ist einfach durchzuführen, gilt aber nur als bedingt tauglich.



Mikronährstoffe - was steckt dahinter?

Herausgegeben von in Ernährung ·
Tags: daily healthMikronährstoffeVitamine

Brauchen Sportler eine Extra Portion Mikronährstoffe und Vitamine? Eigentlich sollten wir bei ausgewogener und gesunder Mischkost, die nicht nur bio sondern auch regional und frisch produziert wird, alles nötige zu uns nehmen. Nur - wer weiss schon immer was er ist? Und der Burger zwischen durch? Wenn man Firmen wie "My Daily Health" glauben darf, sind "83,6 % der Deutschen mit Vitaminen unterversorgt"....
Wie auch immer. Im Selbsttest habe ich im Herbst die "tägliche Portion Gesundheit" bestellt. Zuerst wird mittels Fragebogen die sportliche Aktivität, Gesundheit, Gewohnheiten, usw. abgefragt. 2 Wochen später kam dann das erste Monatspacket, bestehend aus 1 Getränkeampulle pro Tag und individuell zusammengestellten Nahrungsergänzungen. Barbara hat tatsächlich andere bekommen. So weit, so gut.
Was soll ich sagen: ich bin ohne Krankheiten über den Winter gekommen. Trotz Afrikaaufenthalt mitten im Winter und derber Grippewelle und Stress hier. Ob mann das jetzt eindeutig auf die Nahrungsergänzung zurückführen kann? Schwer zu sagen, das kann natürlich alles nur Einbildung sein, wer weiss... Aber gut fühle ich mich jedenfalls.
Wer mehr wissen will, einfach auf das Bild klicken.



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