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Traillauf mit Hindernissen oder Hindernislauf mit anspruchsvoller Laufstrecke?

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: xtremebattleOCRHeroldstatt

X-treme-battle 2015
Ein wirklich gelungener Laufabend. Vielen Dank an Florian Beinlich und das restliche Orga- und Helferteam vom x-treme-battle.


Wir kommen etwas knapp zum Start. Zum Glück hatten wir am Vorabend schon für's gesamte Team die Startnummern abgeholt, sodass wir nur noch aus dem Auto raus springen und direkt zur Startlinie mussten. Gleich der nächste Heat war schon unserer!
Perfekte Startwellen. Alle 2 Minuten 20 Leute rauszuschicken, reicht um an allen Hindernissen Staus zu vermeiden.
Erst mal etwas einlaufen, bevor es gemächlich mit einem Palettenstapel und einer Strohpyramide losgeht. Leider ist es sehr heiß, nicht so mein Ding.... Wieder eine etwas längere Laufstrecke und wir dürfen über Schrottautos klettern – die waren letzes Jahr noch nicht da – danach geht es zäh über Stoppelwiesen bergauf. Zumindest dachten wir das. Irgendwann kommt von hinten ein Mountainbiker und pfeifft uns zurück. Anscheinend haben wir eine Abzweigung verpasst. Also wieder zurück zur Strecke und die gleichen Gruppen wieder vor uns. Grr.. Unterm Weidezaun (Strom!)
durchrobben. Schön - das ist diesmal machbar, letztes Jahr waren wir klatschnass und der Zaun extrem niedrig, sodass ich mehrer Schläge abbekam. Die Jungs vom x-treme-battle haben sich die wenigen Kritikpunkte vom letzten Jahr sehr zu Herzen genommen und super verbessert.
Die super trailige und anspruchsvolle Laufstrecke macht einfach Spaß und als endlich Wasser auf uns zu kommt, sind wir glücklich. Direkt nach der ersten Getränkestation bei der Sontheimer Höhle geht’s in ein Tauchbecken. Erwünschter konnte das nicht sein. Erfrischt und endlich wieder normal temperiert geht’s dann ab in den Wald. Steil runter und wieder rauf, was einfach nur Spaß macht – abgesehen von der Puste, die dann doch schon knapp wird. Und um einen draufzusetzen, gibt es oben
gleich mehrfach Strohhindernisse zu überklettern. Na danke!  
Das bekannte Schlammloch vom letzten Jahr. Leider keine Chance auf eine Arschbombe, da das Loch bereits besetzt ist, also einfach gesittet durch. Wieder etwas laufen. Mittlerweile ist die Temperatur aber nicht mehr so streng und die nassen Shirts kühlen ausreichen.  
Das nächste neue Hindernis. Eine Holzwand. Die ist perfekt. Zu hoch um sie einfach zu nehmen, aber doch allein schaffbar. Nach robben durch Schaum kommt ein Kipplaster der erklettert werden will, in der Mulde dann über groben Schotter robben – ok, so langsam wird es anstrengend. Aber Flo setzt noch einen drauf. Gleich danach kommt krabbeln auf einem Feinschotterweg. 2/3 der Strecke schaffe ich recht zügig im Spinnengang, den Rest muß ich dann doch auf alle Viere, was den Knien nicht so gefällt, aber die Arme sind durch.
Die Wasserschütte zum durchtauchen kennen wir schon vom letzten Jahr. Einfach schön.

Nur warum sieht das Dreckwasser aus, als ob es direkt aus der benachbarten Kläranlage kommt? Auf dem Weiterweg schnorren wir noch bei einer Zuschauergruppe ein Becher Bier. Das zieht rein...
Der übliche Autoreifenhaufen und dann geht’s auch schon Richtung Sportplatz.
Die Traktorreifen sind gut gelöst, da hatte es sich letztes Jahr noch kurz gestaut, diesmal alles problemlos. Am Sportplatz müssen wir noch einmal komplett aussenrum. Ein Container voller Dreck will durchquert und eine Kabeltrommel überstiegen werden, dann noch ein fieses in Frischhaltefolie verpacktes Ballenhinderniss. Ohne genügend Anlauf ist das leider nicht zu machen. Das Ding ist einfach viel zu rutschig. Und gleich danach eine Wand. Wir stehen erst mal davor und überlegen, wie wir da hochkommen können und entscheiden uns dann für die Teamvariante (Hühnerleiter, Ziehen und Schieben). Fehlt nur noch die Schlußbadewanne und schon ist es vorbei.

Fazit:
Ein mit viel Herzblut und Liebe zum Detail organisierter Traillauf mit Hindernissen oder doch ein Hindernislauf mit anspruchsvoller Laufstrecke?
Egal - so hat er für beide Gruppen genügend Herausforderungen zu bieten. Perfekt auch das Bier im Ziel! Wir kommen bestimmt wieder.


Ausrüstung: mittlerweile perfektioniert. Schuh: Inov-8 X-talon – immer perfekter Gripp, ob Matsch  
oder Trail und an den Hindernissen auch. Hose: enganliegende ¾ Tight. Brille: Julbo Pipeline sitzt  
auch nach 2 Tauchgängen und 1* Schwimmen noch perfekt. Handschuhe: einfache  
Fahrradhandschuhe – sehr zu empfehlen.

zum Video: inside x-treme-battle 2015




allgäuman 2015

Herausgegeben von in Läufe ·
Tags: AllgäumanOCRHindernisrennenForggenseeMudrace

Der Morgen beginnt etwas arg laut. Im recht engen Frühstücksraum des Hostels ist schon eine Horde Tschechen, die sich lautstark unterhalten. Ich hingegen bin nach den zwei Bier gestern Abend noch sehr müde und träge. Jede Menge Kaffe und Saft müssen das jetzt richten.
 
Ein kurzern Fußweg zum Forggensee und dann heisst es den laufSinn Stand aufzubauen. Wir sind kaum fertig, da werden auch schon die ersten der reservierten X-Talons abgeholt. Von unseren 12 Paar aus dem Testpool werden 11 im Einsatz sein!


Nach und nach treffen unsere Teammitglieder ein und der Start rückt näher. Barbara bewacht den Stand, während ich mit laufen darf. Ich zieh mich kurz um und mach mich bereit. Kann meinen Chip nicht finden, aber jetzt ist keine Zeit mehr einen neuen zu organisieren. Wir stehen zu fünft am Start. Von den Startgruppen habe ich nicht so recht mitbekommen. Starten jetzt die ersten 50 oder 100 Startnummern? Egal wir stellen uns einfach mit dazu, haben eh ganz fühe Nummern. Dann läuft der Pulk vor uns plötzlich los. Wir schliessen uns an.
Nach ca. 100 Metern ist bereits das erste Hinderniss. Aus Absperrgittern sind sehr schmale Gassen gebildet, ähnlich den Viehscheiden beim Alpabtrieb. Etwas zu früh, dadurch staut es sich auch schon gleich - dafür werden wir publikumswirksam abgespritzt.. Weiter geht es in den abgelassenen Forggensee. Zuerst eher kiesig, dann geht es über die vorgelagerten Inselchen durch Gestrüpp und wieder Richtung Ufer. Von dort kommen schon Jubelschrei drs Zuschauer. Was wartet da wohl auf uns? Ok. Der Weg wird von Klausen versperrt, die versuchen die Läufer seitwärts in Wassergräben zu schiebn. Boris versucht das ganze zu Umgehen und weicht von allein in den Graben aus - unterschätzt dabei aber die Tiefe. Vollbad - zur Freude der Zuschauer. Mich erwischt es auch fast, komme aber mit einem nassen Schuh durch. Danach geht es erst mal weiter in den See. Ein paar auf und abs gefolgt von einer Durchquerung eines Zuflusses. Ziemlich kaltes Wasser mit Strömung. Ab jetzt sind die Schuhe komplett naß. Auch recht. Es folgt eine Mischung aus Kies und Matsch. Immer wieder sind kleine Wälle zu erklimmen. Danach kommt ein etwas überflüssiges Stück - wir laufen insgesamt 4 mal die gleiche Strecke hin- und her, wie bei der Warteschlange am Flughafen.... Naja. Nach einem weiteren Schlammsee gehts wieder Richtung Ufer, andem die Spritzen der Feuerwehr für ein richtig tiefes Geläuf sorgen, wer Pech hat, den erwischt die Spritze auch noch mit voller Breitseite.


Jetzt laufen wir auf dem Radweg nach Füssen rein. Ein paar Reifen sind zu überqueren (das ist etwas halbherzig, da könnte man deutlich mehr hinlegen), ein Betonklotz zu übersteigen, Betonröhren zu durchrobben (auch die Sequenz könnte ein paar Röhren mehr vertragen) eine Holzwand zu überklettern und zuletzt noch eine Monkeybar zu überwinden. Alternativ können jeweils 10 Liegestütze als Strafe abgeleistet werden.


Dann gibt es ein ganzes Stück zu laufen. Böschungen rauf und runter über eine Parkbank und unter einer, als kleine Hindernisse bevor wir zu einem weiteren Highlight kommen. Wir dürfen durch ein Randstück des Lechs waaten. Das Wasser ist da gut Bachnabel hoch und dank Schmelzwasser ziemlich frisch. Puh. Danach geht es den Kalvarienberg ziemlich direkt hoch zum Wendepunkt. Auf dem Rückweg wartet eine Sprungeinlage (Glocke am Baum) auf uns und wieder etwas anstrengender der Transport von einem ordentlichen Holzstück den Hügel hoch und runter, eine improvisierte Rutsche und Nähzeug!

Tolle Idee: es gillt einen Faden in eine Nähnadel einzufädeln.... Ich bin dann mal wieder bei den Liegestützen... Es scheint den Weg wieder zurück zu gehen. Wieder durch den Lech, diesmal bin ich zu unvorsichtig und lande fast Bauchlings im Eiswasser. Ging gerade noch mal gut... und zurück auf dem Radweg. Mir ist nicht so recht klar wie's weitergeht und ich frage meine Mitläufer, aber so recht weiss keiner Bescheid, ob wir jetzt nur zurücklaufen, oder noch mal durch den Forggensee dürfen... Jetzt kommen erstmal die bereits bekannten Hindernisse. Beim Abgang von der Holzwand geht es sehr zügig. Alles naß und so finde ich an dem Hanfseil keinen rechten Halt mehr und rausche direkt runter - alles im Lot, aber war nicht so geplant. Wundere mich aber, das das Hindernis direkt auf Asphalt steht - ohne Matte oder Stroh als Sturzschutz...

Und es geht tatsächlich noch mal durch den See. Auch recht. Laufen ist für mich heute kein Problem und so kann ich noch ein paar Leute aufsammeln. Der Matsch ist mittlerweile aufgewühlter und tiefer, das macht das Ganze noch mal ordentlich anstrengender als am Hinweg... Die Klausen sind nicht mehr da, dafür werden wir am schmalen Durchlass aus allen Richtungen von der Feuerwehr abgespritzt - da bleibt wirklich nichts trocken!

Fazit: das hat riesig viel Spaß gemacht. Ein paar Dinge können in der zweiten Ausgabe verbessert werden (Autoreifen, Röhren, keine mehrfach zick-zack Strecken, bessere Ausschilderung des Eventgeländes, zügigere Startnummerausgabe) Der See als Haupthindernis ist einPfund ! Viel Natur und bestes Panorama. Einfach Spitze.  
 



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